Sturmnacht – Jim Butcher


Jim Butchers Roman „Sturmnacht“ war der Glücksgriff auf einem Bücherbummel vor zwei Jahren. Und damit eröffne ich hier auch meinen Blog.

Titel: Sturmnacht

Autor: Jim Butcher

Reihe: Die dunklen Fälle des Harry Dresden


Rezension:

Das Buch mit dem roten Umschlag und der stilisierten Teufelsmaske auf dem Umschlag, machte auf den ersten Blick nicht gerade viel her. Auf den zweiten Blick war es eins der besten Bücher, dass ich mir in den letzten Jahren kaufte.

„Mein Name ist Dresden, Harry Dresden“, so der erste Satz auf dem Klappentext. Ein bisschen, wie in einem der guten alten James Bond Filme. Und so ein bisschen ließt sich das Buch auch – aber nur ein ganz kleines bisschen.
Harry Dresden, Protagonist des Romans ist ein Magier, der einzige Magier mitten in Chicago, wo er ein Detektivbüro betreibt, welches eher schlecht als recht läuft.

Doch dann wird Chicago von einer bizzarren Mordserie erschüttert, die Polizei steht vor einem Rätsel und Harry, dem doch irgendwie liebenswerten Kautz mit seinem Kater Mister und dem alten, „blauen“ VW-Käfer, ist klar, hier ist Magie im Spiel.

Es folgt keine rein fantastische Geschichte, sondern eine wirklich meisterhafte Mischung von Fantasy- und Kriminalroman.

Es geht stehts rasant zu, so dass es einem auf den etwa 300 Seiten niemals  langweilig wird. Im Gegensatz zu vielen andern Büchern verliehrt der Roman weder an Tempo noch an Spannung und behält gleichzeitig immer wieder Stellen zum Schmunzeln bereit, gerade dann, wenn Harry wieder einen zynischen Kommentar gegenüber seines sprechenden Totenschädels „Bob“ gibt.

Dass kaum Technik in Harrys Leben eine Rolle spielt, lässt ihn einerseits zu einem sehr schönen Detektiv der 20er Jahre (des 20. Jahrhunderts), aber durch die Einbettung in eine moderne Umgebung auch wie ein Mensch des 21. Jahrhunderts werden. Sein Problem mit Technik wird innerhalb des Buches noch sehr souverän erklärt, weshalb gerade auch der blaue VW zu einem Lieblingsobjekt der Romanreihe werden kann.

Jim Butcher schafft es mit seinem Roman ein wirklich gutes Erstlingswerk mit vielen ebenso guten Nachfolgern zu schreiben.

Leider wird die Reihe in Deutschland mittlerweile nicht mehr gedruckt, in den USA, bleibt sie aber ein Renner. Mit Filmen und auch Graphic Novels (eine auch in Deutschland erschienen) zeigt sich, dass hinter der Figur des Harry Dresden viel Potential steht, was sicherlich genutzt und genossen werden sollte.

Fazit:

Eine wirklich lesenswerte Reihe für all diejenigen, die Urban-Fantasy lieben oder die jenigen, die es kennen lernen wollen. Eine (fast) perfekte Vereinigung von Witz, Spannung, Charme, der Moderne und den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Wer sich sehr stilvoll unterhalten lassen will – für den ist dieses Buch genau das richtige.

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2 Kommentare zu “Sturmnacht – Jim Butcher

  1. Liebe Eva,

    das klingt vll nach einem Buch für mich. Wahrscheinlich würde ich es schon ob des Covers nicht anrühren. Aber die Mischung aus Magie und 21. Jahrhundert klingt nicht übel.

    Du haste ein Wort vergessen:

    „Das kaum Technik in Harrys Leben eine Rolle spielt, lässt ihn einerseits zu einem sehr schönen Detektiv der 20 Jahre (des 2o. Jahrhunderts), aber durch die Einbettung in eine moderne Umgebung auch wie ein Mensch des 21. Jahrhunderts.“
    -> ein „werden“ würde es abrunden.

    LG

  2. […] ich aber nun mal wissen wollte, wie die Sage um Harry Dresden, den Chicagoger Magier ausgeht, hab ich mir Dead Beat auf Englisch zugelegt. Ich spreche ein ganz […]

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