David Anthony Durham – Acacia


Dies war wohl eines der längsten Bücher die ich gelesen habe – aber auch einer der außergewöhnlichsten Fantasyromane

Titeldaten:

 

Autor: David Anthony Durham

Titel: Acacia – Macht und Verrat

Rezension:

Acacia – Macht und Verrat, ein Fantasy-Roman mit einem unleugbaren politischen Charakter. Ein Fantasybuch, welches mit einer so durchdachten rein politischen Geschichte aufwarten kann, ist mir bisher noch nicht unter gekommen.

Ich erstand es für 2 Euro (Originalpreis: 15 Euro) auf einem Trödelmarkt – ungelesen in der Remittentenkiste, aber ohne Stempel.

Mitgenommen und angefangen zu lesen. Ich habe doch eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich auf die politischen Gegebenheiten eingestellt hatte und auf die Pläne der einzelnen Figuren. Der Roman erzählt tatsächlich alles bis ins kleinste Detail.

Es geht in dem Roman um mehr, als nur eine Königsfamilie, der Schreckliches zustößt. Es geht vielmehr um die kleine Details und Pläne der einzelnen agierenden Figuren, die alle ihre eigenen Pläne haben. Es spielen die Auslandsbeziehungen eine Rolle, Acacia hat sich von allen anderen Ländern abgekapselt und steht schließlich ihrem ärgsten Feind, den Mein, schutzlos gegenüber, so dass diese die Stadt einfach überrennen können.

Einige der ehemaligen Königsfamilie können fliehen, damit beginnt für sie eine spannende und für jeden andere Odyssee durch die Weiten der Welt. Es ist nicht nur ein Jahr, das in dem Roman erzählt wird, sondern es sind deutlich mehr. Man kann die Protagonisten dabei beobachten, wie sie erwachsen werden, wie sich Ziele, Vorstellungen und Moral ändern, wie die Charaktere mit den Aufgaben wachsen und ganz andere Seiten an sich kennen lernen.

Die erwartete Magie (gehört ja nun doch zum eigentlichen Thema eines Fantasyromans) scheint zunächst gar nicht existent und spielt unerwartet spät eine Rolle. Doch der Weg dahin ist lang. Auch für den Leser. Denn streckenweise zieht sich das Buch sehr in die Länge und man hat das Gefühl, nicht weiter zu kommen, doch irgendwie schafft Durham es, den Leser wieder und wieder zu binden (zumindest schaffte er das bei mir). Vieles, was zu Anfang gesagt wird, bekommt am Ende nochmals eine Bedeutung und eine eigenen Rahmen.

Fazit:

Wer in einem Fantasyroman nicht ausschließlich Magie erwartet, sondern sich auf für politische Ideen und Intrigen, für Familiendramen und Liebesgeschichten (wenn auch eher kurz) begeistern kann, der findet hier ein Buch, dass sich zu lesen lohnt. Wen allerdings dicke Bücher abschrecken (also alles über 200 Seiten 😉 ), sollte von diesem Buch die Finger weg lassen. Gerade, weil es sich leider an einigen Stellen doch etwas zieht.

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