Comic! Steve Engelhart/Marshall Rogers – Batman Dark Detective


Für einige sicherlich mal etwas Neues, eine Rezension zu einem Comic.

Schnell einige Fakten für den Leser dieses Blogs, der die Figur Batman kaum bis gar nicht kennt:

Unter der Maske des mysteriösen Batman, dem geheimen Beschützer von Gotham City, verbirgt sich er Milliardär und Philantrop Bruce Wayne, der sich in jener Nacht, als seine Eltern nach einem Kinobesuch erschossen wurde, schwor, für die Gerechtigkeit und das Gute zu kämpfen. Dabei hat er keine Superkräfte, sondern bedient sich einzig und alleine seinem scharfen Verstand und seinem unerschöpfbaren Fundus an technischem Spielzeug.

Nun zur Rezension.

Kurze Angaben zum Comic:

 

Titel: Batman-Dark Detective

Autor: Steve Engelhart

Zeichner: Marshall Rogers

Rezension:

In Gotham City stehen die Wahlen des Gouverneurs an. Zwei wichtige Leute sind im Rennen. Der junge, aufstrebende Evan Gregory und sein Konkurrent, eine Mittelsmann eines Verbrechersyndikats. Doch ein Dritter mischt sich in das Geschehen ein und verunsichert die Gäste einer Wahlparty. Der Joker. Interessanterweise jedoch, ohne jemanden wirklich zu Schaden kommen zu lassen. Er stellt sich zur Wahl, mit dem sehr eingängigen Motto: „Wählt mich oder ich töte euch.“ Dank Batman kann an diesem Abend jedoch schlimmeres verhindert werden. Two-Face hingegen, der zweigesichtige und zweiseelige „Feind“ Batmans, entscheidet sich – nach obligatorischem Münze-werfen, dafür, den Joker aufzuhalten. So beginnt eine spannende Jagt auf den Joker, in dem auch Scarecrow und ein verrückter Wissenschaftler nicht zu kurz kommen.

Nebenbei stellt Bruce Wayne auch noch fest, dass seine alte Flamme, Silver St. Cloud, mittlerweile mit dem Gouverneurskandidaten verlobt ist. Da Silver weiß, dass sich hinter der Maske Bruce Wayne der geheime Rächer Batman verbirgt, verließ sie ihn, doch in der Geschichte stellt sie sich die Frage, ob sie ihn wirklich verlassen wollte.

Die Rückkehr des Mitternachtsdetektiv, so beginnt der Klappentext eines meiner Lieblingscomics. Und es ist eine fulminante und spannende Rückkehr. Nicht, dass Batman tot gewesen wäre, oder vergleichbares, es sind einfach das Team aus Zeichner und Autor die zurückgekehrt sind und den Leser mit einer wirklich guten Geschichte, die zum Lesen einlädt, unterhalten.

Es kommt in diesem Heft sehr viel sehr Schönes zusammen. Das liegt an dem ernsten Thema Wahlkampf und mit welchen Mitteln dieser geführt wird – an dieser Stelle sehe ich einen Zusammenhang zu „unserer“ Welt – aber auch an der zarten Liebesgeschichte mit mehr oder minder tragischem Ausgang, die es schafft, einem die ein oder andere Träne aus dem Auge zu drücken. Schön ist auch, dass hier neben den obligatorischen Batmanauftritten, auch Bruce Wayne häufig zum Zuge kommt und die Figur von ihm dadurch noch mehr Tiefe erhält, die derzeit in den gewöhnlichen Comics zu kurz kommt. Es bringt einen neuen Aspekt ein, denn neben der politischen Ambition von Gregory, die Bruce Wayne/Batman gut heißen kann, steht mit Silver dort ein Hindernis auf emotionaler Ebene im Weg. Frauen sind generell für Batman Freud und Leid in einem, egal ob Vicky Vale, Talia al Ghul oder eben auch Catwoman (die meiner Meinung nach immer noch am besten zu Batman passt), denn sie behindern zwar seine Arbeit als Batman, geben ihm doch Halt als Bruce Wayne.

Was den Joker in diesem Band angeht, auch er sticht heraus. Weniger wegen seiner schlechten Idee, Gouverneur zu werden, sondern wegen seinem völlig verrückten Haus, dass nur so gespickt ist von Fallen und in dass er nacher eine, wie die Assistentin eines Zauberers gekleidete, Silver St. Cloud einsperrt. Obwohl Joker es nicht weiß, tut er damit nicht nur Evan Gregory weh, der auch nach der Liebeleien von Silver und Bruce, bei ihr bleibt, sondern er verletzt auch Batmans Gefühle, was diesen auf den Plan ruft.

Two-Face, einer der Charaktere, der mir sehr häufig leid tut, bekommt hier eine eher positive Rolle, weil er teils zu seinem alten Ich, dem Staatsanwalt Harvey „Apollo“ Dent findet und versucht, den Joker aufzuhalten. Er versucht sogar, einen Klon von sich herzustellen, der seine gute Seite erhalten soll. Leider wird dieser hinterhältig vom Joker ermordet, so dass Two-Face erneut verzweifelt und damit (zumindest bei mir) wirklich Mitleid hervorruft. Als Leser würde man gerne helfen, kann aber nicht.

Fazit:

Alles in allem handelt es sich bei der Heft „Dark Detectiv“ um gute Comicunterhaltung mit einem guten Autor und ansprechenden Zeichnungen. Die Figuren verfügen über ein gutes Aussehen, sind weder zu eckig noch zu rund und die Bilder sind nie zu voll oder überdetailliert gezeichnet. So bleibt der Blick auf dem Wesentlichen. Ich würde dieses Heft auch – nach kurzer Einweisung über die Figuren – an jeden Leser weiter empfehlen, der sich unterhalten lassen will.

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Ein Kommentar zu “Comic! Steve Engelhart/Marshall Rogers – Batman Dark Detective

  1. […] Helden in Gotham, der sich selbst Baphomet nennt. Doch nicht nur Baphomet ist in der Stadt, auch Silver St.Cloud ist zurückgekehrt. Nachdem ihr Verlobter verstorben ist, sehnte sie sich wieder zurück zu Bruce […]

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