Kuriositäten


In letzter Zeit häufigen sich in meinem Leben die kuriosen Geschichten, von denen ich zwei hier erzählen möchte.

Der Lidl-Einkauf

Der Lidl bei uns in der Ecke ist weder gut sortiert, noch hat er vernünftige VerkäuferInnen. Aber er ist billig, was einen doch immer wieder dahinzieht.

Nun stehe ich also dort an der Kasse und möchte bezahlen. Stehen dort drei junge Männer, Studenten, und reden mit dem Kassierer. Mir fällt auf, dass ich die Äpfel vergessen habe, stelle meinen Kram neben die Kasse und lauf nochmal zurück. Äpfel eingepackt, zurück an der Kasse, zwar nicht an zweiter Stelle hinter den jungen Männern, die immer noch dort standen und lachten, aber immerhin an dritter Stelle. Nun bekam ich auch mit, was die jungen Männer für ein Problem hatten.

Creativ Commons, Wikimedia; Bodenseemann

Creativ Commons, Wikimedia; Bodenseemann

Pfandflaschen.

In der letzten Zeit hatten sie wohl über 400 Pfandflaschen im Automaten eingelöst und die Bons gesammelt. Zusammengekommen war der stolze Betrag von etwas mehr als 170 Euro. Gekauft haben sie am Tag der Einlösung zehn Packungen Milch, eine Pizza Hawai und noch irgendeine Kleinigkeit.

Nun stand der Kassierer vor dem Problem, dass er 170 Euro auszahlen musste und das einfach nicht konnte, weil er                                    a) nicht durfte   (zu hoher Betrag)                                                                        b) nicht konnte (zu wenig Geld in der Kasse)

Es hat auf jeden Fall über zehn Minuten gedauert, bis endlich jemand die Kasse öffnen durfte und Geld herausnehmen konnte. Und dann war nicht genug Geld da, was noch mal fünf Minuten Warten mit sich brachte. Letztenendes bekamen die jungen Männer dann einen Fünfziger, einen Zwanziger und den ganzen Rest in Fünfern (20 Stück), ausgezahlt.

Die Moral: Liefert eure Pfandflaschen früh genug ab, sonst wartet ein ganzer Lidl-Laden auf euch 😉

Das Brett im Baumarkt

Wir waren heute (Samstag), im Baumarkt. Eigentlich wollten wir nur ein Brett und einpaar Blumentöpfe kaufen. Die Blumentöpfe und eine Gieskanne waren schnell gefunden, auch ein Brett gesellte sich dazu. Auch das Zuschneiden war problemlos und kostenlos. Also alles ganz locker-leicht. Dann ging es an die Kasse – und die Oddysee begann.

Das Brett war zugeschnitten, was der Frau an der Schnellkasse ein echtes Problem bereitete, denn die Nummer war weder einlesbar, noch einzutippen. Sie rief irgendwo jemanden an, schrieb uns einen Zettel, auf dem eine vierstellige Nummer, und der Preis 11,30 Euro. Da habe ich geschluckt. Der Preis des Bretts, der darüber stand, lautete: 4,50 Euro. Da konnte etwas nicht stimmen. Mein Freund und ich sind also zurückgelaufen zum „Holzzuschnitt“ und haben uns bestätigen lassen, was wir schon glaubten, falsche Etteketierung des Bretts. Wir haben einen Zettel bekommen, auf dem der alte Preis und der neue Preis stand und eine Nummer. Wir also damit zurück zur Kasse, etwas gewartet, alles durchgezogen, bis auf dieses Brett. Die Kassiererin konnte die Nummer nicht eingeben, sie bekam immer die Ausgabe: „Kein Artikel vorhanden“. Wir stehen da also, haben mehrfach versucht, der Kassiererin klar zu machen, dass wir gerade schon mal wegen dem gleichen Mist zur Zuschneiderei gerannt sind. Aber sie ließ sich nicht beirren, mein Freund musste zurück laufen. Dort wurde die Nummer korregiert, nun stand auf dem Zettel und auf dem Brett die gleiche Artikelnummer – die ja bekanntlich immer noch falsch war.

Das Spielchen mit „Kein Artikel vorhanden“ wiederholte sich und wir wurde wirklich stinkig. Der Kassiererin war es nicht möglich, einfach die 4,50 Euro abrechnen und einen Zettel schreiben – nein. Sie musste erst nochmal anrufen, da wohl klären, dass das Brett auch TATSÄCHLICH 4,50 Euro kostet. Dann konnte sie es abbuchen, genauso wie ich mir das schon 10 Minuten vorher gedacht hatte. Eine halbe Stunde nachdem wir das erste mal an der Kasse standen, konnten wir dann endlich dieses Brett bezahlen. So viel Theater, wegen 4,50 Euro…

Und die Moral von der Geschicht:  Bretter finden ist nicht schwer, Bretter kaufen jedoch sehr.

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3 Kommentare zu “Kuriositäten

  1. Den Baumarkt-Wahnsinn habe ich auch schon am eigenen Leib erfahren. Ich fragte mich, ob Bauhaus und Co. das jemals in den Griff kriegen werden.

  2. bbb sagt:

    Holla
    , da passieren dir ja einige kuriose sachen. die geschichte mit dem brett kam mir bekannt vor, und sei es nur wegen der gemeinsamkeit des brettes :D. damals mussten wir möglichst billig bretter einkaufen, um damit einen tisch zu erweitern für einen dreh.

    was ich noch zu deinen geschichten sagen wollte: in beiden kommen ja äußerst beschränkte leute vor. die gibt es leider imme rwieder (und die werden dann meistens verkäufer). ich hatte das vergnügen neulich eine dumme (ja, das war sie echt) kellnerin kennenzulernen.

  3. […] direkt eine Kiosk oder wenigstens einen gut sortierten Supermarkt aufzusuchen, habe ich bei uns im Lidl […]

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