Terry Pratchett – Alles Sense


Terry Pratchett hab ich angefangen zu lesen, weil mein Freund es mir empfohlen hatte und ich habe spontan meine Lieblingsfigur gefunden.

Tod.

Und um Tod dreht sich das heute rezensierte Buch.

Kurze Angabe zum Buch:

Autor: Terry Pratchett

Titel: Alles Sense (Original: Reaper Man)

Das Buch ist herrlich. Ich habe es mir in meinem Standardbuchladen gekauft. Und nachdem ich angefangen hatte, es zu lesen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Scheibenwelt, platt, wie man sich die Erde einst vorstellte, ruht auf den Rücken von vier Elefanten, die wiederum auf dem Rücken einer gigantischen Schildkröte (Groß-A’tuin) stehen. Und in dieser, schon rein aufs Äußerliche gesehen, abstrusen Welt, lebt und wandelt eine Personifizierung des Todes.

Tod.

Und Tod will wird von den Revisoren dazu gezwungen (Danke an den Kommentator) aufhören. Also zieht er sich aufs Land zurück, wo er ein Leben als einfacher Farmer beginnen will. Bis auf ein kleines Mädchen erkennt niemand, dass es sich bei dem netten Bill Tür (Bill Door) um ein Skelett handelt und der kleinen will selbstverständlich auch keiner glauben.

Doch es kommt zu einem Problem. Die Revisoren. Sie wollen genau das, was ihr Name sagt. Die Welt, wie sie ist, auflösen. Und da kommt Tods „Urlaub“ oder „Rente“, wie man es auch nennen will, gerade recht. Sie entwickeln einen diabolischen Plan, die Welt, so wie wir (oder so, wie die Ankh-Morpokianer) kennen, aufzuheben. Tod jedoch merkt, wie plötzlich alles an ihm hängt – und an seiner stumpf gewordenen Sense.

Das Buch ist gleichzeitig spannend und lustig. Beim Lesen kann man immer wieder in Lachen ausbrechen, wenn man Terry Pratchetts Humor auch lustig findet. Er ist eben Brite. Doch bei all dem skurillen Humor, der sich in allen Pratchett-Büchern finden lässt, kommt Spannung nicht zu kurz, sondern wird konstant aufrecht erhalten.

Schnell wird man gefangen genommen von dem unverwechselbaren Charm der Protagonisten, sowie der einfachen Bürger der Scheibenwelt. Jeder hat sein eigenes kleines Leben, über das es sich lohnt, zu erzählen. Das Tod, der quasi in allen Romanen mit seinen Kapitälchen dafür sorgt, dass Leute vom Diesseits ins Jenseits kommen, bietet dafür eine ganze Menge Stoff.

So ist „Alles Sense“ nicht der einzige Roman, in dem der, in einer schwarz-weiß gefärbten Welt lebende Katzenliebhaber, Protagonist ist. Und jedes Mal ist es zeitglich Tods Macht über alles Leben, als auch sein Unvermögen, sich gesellschaftlich akzeptabel zu verhalten. So fällt ihm ein ums andere Mal schwer, was anderen leicht fallen würde. Das er sein weißes Ross „Binky“ nennt, ist nur ein Beispiel.

Wer einmal ein Buch von Pratchett gelesen hat, wird so schnell nicht wieder aufhören.

Fazit:

Die Scheibenwelt ist einen Kurztripp wirklich wert. Man sollte, wenn man sich für Fantasy interessiert, wirklich mal ein Buch von ihm gelesen  haben. Wer sich vor dem Buch scheut, der sollte sich den Film „Hogfather“ (Verfilmung des Pratchett Romans: Schweinsgalopp“) ansehen, denn damit hat man eine wirklich gute Buchverfilmung vor sich. Aber dazu ein ander mal.

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Ein Kommentar zu “Terry Pratchett – Alles Sense

  1. kira sagt:

    Naja, es ist ja weniger so, dass der Tod aufhören MÖCHTE… er wird ja von den Revisoren dazu gezwungen, oder irre ich mich da jetzt so sehr?

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