Jim Butcher – Dead Beat


Hat sich der Knaur-Verlag doch toll einfallen lassen, die ersten sechs Bände von Jim Butchers wirklich grandioser Reihe „The Dresden Files“ zu veröffentlichen, doch dann waren die beliebten Bücher für den Verlag wohl nicht mehr erfolgreich genug, sprich: Gewinnbringend.

Da ich aber nun mal wissen wollte, wie die Sage um Harry Dresden, den Chicagoger Magier ausgeht, hab ich mir Dead Beat auf Englisch zugelegt. Ich spreche ein ganz passables Englisch und mit dem Lesen hatte ich nie sonderlich große Probleme, aber zwischen deutschen und englischen Texten immer wieder umzuschalten, ist mir während des Semesters immer wieder schwer gefallen. So hab ich erst nach den Klausuren richtig Zeit gefunden das Buch genüsslich zu Ende zu bringen.

Titeldaten:

Titel: Dead Beat

Autor: Jim Butcher

Erscheinungsjahr: 2007

Rezension:

Dead Beat. Zunächst wusste ich nicht so genau, was mit dem Titel gesagt werden sollte. Eins war wohl klar. Der Tod, bzw. in diesem Falle eher der Untot sollten eine große Rolle spielen. Tat er auch. Eine Menge Nekromantie (Totenbeschwörung) wartete in diesem Werk. Die verschiedenen Akteure, die alle unterschiedliche und doch teilweise das selbe Ziel zu verfolgen scheinen, können zu Beginn schon verwirren (was wohl auch mit der Unterbrechung zu tun hatte, die ich beim Lesen einlegen musste).

Harry hat folgendes Problem: Für die Vampirin Mavra muss er ein Buch finden, da diese seine beste Freundin bedroht. Also macht er sich auf, „Das Lied des Erlkönigs“ (ich gebe es hier mal grammatisch korrekt wieder, bei Butcher heißt dieses Werk nämlich: „Das Lied der Erlking“) zu finden, doch nicht nur er, sondern noch einige andere zwielichtige Gestalten sind hinter dem „Lied“ her. Dazu kommt noch, dass einige Nekromanten (Totenbeschwörer) hinter dem „Word of Kemmler“ her sind, wobei Kemmler sich im Laufe des Buchs als Heinrich Kemmler herausstellt. Heinrich Kemmler – ein deutscher Nekromant – hatte eins einen gewaltigen Zauber entdeckt, mit dem man die Menschheit unterjochen kann. Da der Hohe Rat, der Rat der weißen Magier (zu denen auch Harry Dresden gehört), durch einen gewaltigen Krieg mit den Vampiren geschwächt ist, sammeln sich Kemmlers Anhänger um erneut einen todbringen Zauber zu weben um damit zu Macht zu gelangen. So hat Harry alles Hände voll zu tun, die gierige Vampirin zufrieden zu stellen und gleichzeitig die Anhänger Kemmlers von ihrem gewaltigen Zauber abzuhalten.

Sicherlich kein absolut neuer Stoff, aber spannend und rasant erzählt. Die ganze Erzählung verliert nicht an Tempo, sondern bleibt durchweg interessant – und lustig. In dem ganzen Werk kommt nie Langeweile auf und an Überraschungen (vor allem gegen Ende) mangelt es nicht. Durch die  verschiedenen Handlungsstränge zeigt sich Harry Dresden in Bestform. Leider weiß der Leser da teilweise nicht mehr so ganz genau, wo ihm eigentlich der Kopf steht und man muss immer mal wieder überlegen, wer eigentlich zu wem gehört. Sobald man aber einmal erkannt hat, wie der Hase läuft, hat man ein sehr gutes Buch der derzeitigen Urban Fantasy vor sich. Jim Butcher lässt wieder allerlei bekannte, aber auch neue Figuren auftauchen, die entweder ihren alten Charme behalten, oder ganz neue Aspekte in die Geschichte um Harry Dresden einfließen lassen. Die Angestellt einer Buchhandlung sei da nur ein Beispiel.

Interessant ist auch, dass es Butcher in diesem Buch gelingt, eine Seite von seinem Protagonisten darzustellen, die immer mal wieder unter den Tisch fällt. Harry Dresden leidet meiner Meinung nach an Wahnsinn. Und das er geistig nicht mehr ganz auf der Höhe zu sein scheint, wird in diesem Buch deutlich gemacht – oder das seine letzten Abenteuer ihn zumindest mitgenommen haben.

Alles in allem auf jeden Fall wieder ein Werk von Jim Butcher, das sich zu lesen lohnt – schade nur, dass sie wahrscheinlich nie in deutscher Sprache erscheinen werden. Wert wär die Reihe es auf jeden Fall.

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Ein Kommentar zu “Jim Butcher – Dead Beat

  1. mglarev sagt:

    Mir hat da Buch prima gefallen. Das der Bösewicht Kemmler einen deutschen Namen hat gefällt mir irgendwie auch. Die Entwicklung der Figur des Harry Dresden über die Romane hinweg ist bemerkenswert. Zwar ein bischen wie eine Seifenoper, aber man will eben doch wissen wie es weitergeht.

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