Lidl und das, was sie Zeitung nennen


Für eine Vorlesung in Politischer Wissenschaft sollte ich einen Pressespiegel machen. Ist eigentlich  nicht so dramatisch. Nun, für diesen Pressespiegel musste ich jedoch (wegen den miesen Öffnungszeiten der Bibliothek für Politische Wissenschaft) einmal eine Zeitung  kaufen, da es zum Kopieren leider zu spät wurde. Und dann habe ich einen Fehler gemacht. Anstelle direkt eine Kiosk oder wenigstens einen gut sortierten Supermarkt aufzusuchen, habe ich bei uns im Lidl nachgesehen.

Und neben diversen Frauen- und Fernsehzeitschriften lagen dort nur und ganz ausschließlich die BILD und die Aachener Nachrichten.
Eigentlich wäre das keine Meldung wert, doch als ich mich dann mal umsah, begegnete mir fast ausschließlich ein solches Publikum, wie es die BILD Redakteure gerne haben. Ohne jetzt verallgemeinernd wirken zu wollen, manche Menschen sehen einfach so aus, als wären sie die typischen BILD-Leser. Natürlich besonders dann, wenn sie sich auch noch eine Bild unter den Arm geklemmt haben.

Nun. Anscheinend will Lidl dem geschätzen Kunden auch gar keine anderen Zeitunge bieten, als die örtliche ansässige Zeitung (Aachener Nachrichten) oder eben die BILD. Tatsächlich muss ich sagen: Es wundert mich nicht.

Quelle: wikimedia; Deutsches Bundesarchiv, Bild 146-1990-032-29A; Autor: Unbekannt;

Vielleicht täte es ab und an aber auch mal gut, wenn  nicht überall mit der BILD, sondern mit einer etwas seriöseren und vor allem ernster Zeitung geworben wird. Und anstelle der zehnten Variante von „BILD der Frau“ dort auch mal eine Zeitschrift wie etwa die C’T oder andere Zeitschriften zu etwas seriöseren Themen zu finden würden.

Vielleicht würde man darüber auch ein bisschen mehr Bildung (Bildung ungleich BILDung) in die Köpfe der Leute kommen.

Denn während die meisten Zeitungen mit Castor, Finanzproblemen oder ernsten Artikel über die Probleme mit dem Airbus 380 titelten, war für die BILD Boris Beckers Leben wohl wichtiger. Das ist auch eine Möglichkeit das Volk dumm zu halten, bzw. die eigenen Kunden. Bei anderen Discountern/Supermärkten ist es übrigens durchaus möglich auf ein breiteres Zeitschriften und vor allem Zeitungenrepertoir zurück zu greifen.

So viel am Rande dazu.

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Ein Kommentar zu “Lidl und das, was sie Zeitung nennen

  1. bbb sagt:

    Fand den Artikel wieder ganz nett zu lesen, und man merkt, dass du Dir wirklich Gedanken um das Geschehen in Deiner Umgebung machst

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