Eine Rezension in 10 Sätzen – Die drei Fragezeichen und die bedrohte Ranch


Inhalt:

Die drei Detektive lernen den exzentrischen Millionär und Ranchbesitzer Charles Barron kennen, der seinerseits nicht nur unfreundlich ist, sondern auch der Überzeugung, dass die Gesellschaft, wie er sie kennt, zum baldigen Untergang verdammt ist. Seine Frau Ernestine ist kaum besser: sie ist der festen Überzeugung, das Außerirdische vom Planeten „Omega“ kommen, um sie und eine handvoll anderer Menschen zu retten. Zusammen mit Kenneth fahren die Drei Fragezeichen zur Ranch des seltsamen Pärchens und plötzlich scheint es, als sei die Katastrophe, die Mrs. Barron befürchtet hat eingetreten und die Retter vom Planeten Omega unterwegs zur Erde – doch so recht will Justus an all das nicht glauben…

Kritik: 

„Die drei Fragezeichen und die bedrohte Ranch“ ist ein für die Drei Fragezeichen verhältnismäßig ungewöhnliches Hörspiel, da es eines der wenigen ist, das sich um Außerirdische dreht. Es erinnert zwar mit seinen beiden skurrilen Nebenfiguren Mr. Charles Barron und seiner Frau Ernestine an andere Hörspiele mit vergleichbaren Figuren („…und der Ameisenmensch„, „… der Kapatenhund„, „… die Perlenvögel“) ist allerdings im Vergleich zu anderen eher weniger mitreißend. Dies hängt mit unterschiedlichen Faktoren zusammen: Einerseits hat das Hörspiel ein großes und in Teilen nicht ganz durchsichtiges Figureninventar (insgesamt sind es vierzehn verschiedene Sprecher), andererseits „dümpelt“ die Geschichte trotz des halbwegs spannenden Ansatzes etwas vor sich hin. Das liegt unter anderem daran, dass Justus schon relativ früh äußert, dass es den auftretenden Soldaten, die die Straße zur Ranch sperren, wohl weniger um Außerirdische als vielmehr um die Ranch selbst geht, was auch auch logisch ist, weil die Sperrung der Straße schon zu Beginn irgendwie ein bisschen seltsam wirkt, wenn man mal genauer darüber nachdenkt – wieso sollte die Armee eine Straße sperren, die zu genau einem einzigen Haus führt? Dazu kommt einerseits, dass Justus den Fall schon rund elf Minuten vor Schluss einen Großteil des Falles aufgeklärt hat und lediglich ein einziges kleines Rätsel zurückbleibt, welches im Finale noch nachgeschoben wird, für den Zuhörer aber vorher kaum ersichtlich gewesen ist. Einen Pluspunkt bekommt das Hörspiel allerdings aufgrund seines gut gestalteten Finales.

Alles in Allem: 6/10 Punkte

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Eine Rezension in 10 Sätzen – Die drei Fragezeichen und das Riff der Haie


Inhalt:

Justus, Bob und Peter begleiten Bobs Vater zu einem Interview mit dem Kriminalschriftsteller John Crowe, der an einem Protest gegen eine Ölbohrplattform teilnimmt. Dabei erfahren sie, dass das größte der Protestboote, die Windrose, nur ungewöhnlich kurz auf See bleiben kann – obwohl mit dem Tank, der Zulassung, der Tankfüllung und dem Benzin alles in Ordnung ist. Woher kommt der merkwürdige Kraftstoffverbrauch und was hat die Ölbohrplattform mit dem Japaner zu tun, der sich so seltsam benimmt?

Kritik:

(Achtung: Spoiler möglich)

Das namensgebende „Riff der Haie“ wird im Hörspiel nur am Rande erwähnt – neben Haien gibt es dort „gefährliche Untiefen“, wie Mr. Andrews es ausdrückt -, das Hörspiel ist dennoch gelungen. Das Verweben von zwei Geschichten funktioniert hier exzellent und es ergeben sich auch zum Schluss keine Fragen die Handlung betreffend. Aufmerksames Zuhören ist aber angeraten.
Wenig ist über die Sprecher zu sagen, schön ist, dass Torao (Rüdiger Schulzki), nur zeitweise den radebrechenden Japaner spielt.
Wirklich schön ist der Umgang mit den (zum Teil noch immer aktuellen) Themen: Die Proteste gegen die Ölplattform sind in sich stimmt und wenig radikal, die vorgebrachten Gründe auch für Kinder verständlich. Auch die Betreiber der Ölbohrplattform wirken nicht in erster Linie wie bösartige Umweltverschmutzer, wie dies bei TKKG leider häufiger der Fall ist.

Die Geschichte rund um das U-Boot gibt einen interessanten Einblick in den Konflikt zwischen Japan und den USA im zweiten Weltkrieg.

Fazit: 8/10 Punkte