Wahlergebnisse, die traurig machen


Ich weiß gar nicht, was mich schwerpunktmäßig so traurig am Wahlerfolg der AfD macht.

Ist es die Tatsache, dass es eine Menge Leute zu geben scheint, die die Parolen der Partei glauben und glauben, Frauke Petry und ihre Anhänger hätten die Lösungen für nationale, europäische und globale Probleme?

Ist es die Tatsache, dass es Menschen gibt, die die AfD wählen, weil sie meinen, dass das eine „Protestaktion“ ist?

Ist es die Tatsache, dass das vermutlich die selben Menschen sind, die nicht verstehen, warum wir uns heute immer noch mit
der Shoa, dem Dritten Reich, Hitler und der Schuldfrage beschäftigen?

Ist es die Tatsache, dass es mehr Leute gibt, die in ihrem Kopf rechte und auch rechtsextreme Thesen haben?

Ist es die Tatsache, dass man, obwohl man aufklärt über das Parteiprogramm und die Ideologie hinter der AfD anscheinend auf vollkommen taube Ohren stößt?

Ist es die Tatsache, dass immer noch eine viel zu große Zahl von Menschen nicht wählen geht?

Ist es die Tatsache, dass man als Mensch, der gegen die AfD spricht, das Gefühl hat, gegen Windmühlen zu kämpfen?

Oder ist es vielleicht das Gefühl, dass die eigenen humanitären Ansätze mit einem Federstrich einfach zunichte gemacht werden?

Vielleicht ist es ein bisschen „alles zusammen“. Vielleicht erkennen einige AfD-Wähler, was sie gewählt haben, wenn andere Themen als die Flüchtlingskrise und die Islamkritik an die Oberfläche dringen. Vielleicht….
Und vielleicht müssen wir, die sich gegen die AfD stellen, online wie real, noch viel mehr tun, damit wir nicht bei der nächsten Bundestagswahl die selben katastrophalen Ergebnisse sehen müssen. Auch wenn es uns vorkommt wie der Kampf gegen die Windmühlen.

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Randnotiz: Danke an die Aachener Polizei


unter GNU-Lizenz Autor: Hnordheim

Symbolbild unter GNU-Lizenz
Autor: Hnordheim

… für die Geschwindigkeitskontrolle vor dem Hauptgebäude der RWTH. Das ist leider wirklich nötig.

Und an die Autofahrer, die vielleicht mit ein paar Kilometern zu schnell erwischt worden sind: ist ärgerlich, ich weiß. Aber gerade am Hauptgebäude sind so viele Fußgänger unterwegs, dass man lieber langsamer fahren sollte. Im eigenen Sinne und im Sinne der queerenden Fußgänger sowie der Radfahrer.