Eine Rezension in 10 Sätzen – Die drei Fragezeichen und das Riff der Haie


Inhalt:

Justus, Bob und Peter begleiten Bobs Vater zu einem Interview mit dem Kriminalschriftsteller John Crowe, der an einem Protest gegen eine Ölbohrplattform teilnimmt. Dabei erfahren sie, dass das größte der Protestboote, die Windrose, nur ungewöhnlich kurz auf See bleiben kann – obwohl mit dem Tank, der Zulassung, der Tankfüllung und dem Benzin alles in Ordnung ist. Woher kommt der merkwürdige Kraftstoffverbrauch und was hat die Ölbohrplattform mit dem Japaner zu tun, der sich so seltsam benimmt?

Kritik:

(Achtung: Spoiler möglich)

Das namensgebende „Riff der Haie“ wird im Hörspiel nur am Rande erwähnt – neben Haien gibt es dort „gefährliche Untiefen“, wie Mr. Andrews es ausdrückt -, das Hörspiel ist dennoch gelungen. Das Verweben von zwei Geschichten funktioniert hier exzellent und es ergeben sich auch zum Schluss keine Fragen die Handlung betreffend. Aufmerksames Zuhören ist aber angeraten.
Wenig ist über die Sprecher zu sagen, schön ist, dass Torao (Rüdiger Schulzki), nur zeitweise den radebrechenden Japaner spielt.
Wirklich schön ist der Umgang mit den (zum Teil noch immer aktuellen) Themen: Die Proteste gegen die Ölplattform sind in sich stimmt und wenig radikal, die vorgebrachten Gründe auch für Kinder verständlich. Auch die Betreiber der Ölbohrplattform wirken nicht in erster Linie wie bösartige Umweltverschmutzer, wie dies bei TKKG leider häufiger der Fall ist.

Die Geschichte rund um das U-Boot gibt einen interessanten Einblick in den Konflikt zwischen Japan und den USA im zweiten Weltkrieg.

Fazit: 8/10 Punkte